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Entspannte Sommerhochzeit im Beachclub

Sommer, Sonne, Strand und die Elbe – das alles hatten Fannie und Viktor auf ihrer Hochzeit und am Abend auch noch einen warmen Sommerschauer. Aber von vorne. Bei sommerlichem Wetter bin ich, vorbei an Wiesen und Schafen, nach Glückstadt gefahren, wo die standesamtliche Hochzeit von Fannie und Viktor im Rathaus stattfand – mit dabei Ihr Hund Hektor, ein süßer Shiba Inu, der sich zur zu Feier des Tages rausgeputzt hatte und eine schwarz-karierte Fliege trug. Nach der Trauung gab es einen kleinen Sektempfang im Raatssaal, bevor alle in Richtung des Strandbades Wedel aufgebrochen sind, einem chilligen Beachclub direkt an der Elbe. Auf dem Weg hatten Fannie, Viktor und ich Zeit für die Portraits. Angekommen am Strandbad waren die Gäste schon da und weitere Freunde gesellten sich dazu. Bei schönem Sommerwetter haben alle den Tag am Strand genossen, mit Cocktails in der Hand in der Strandliege gechillt und ohne jegliche auferlegte Hochzeitskonventionen oder -traditionen die Liebe gefeiert. Selbst der Regen, der später am Abend aufzog hat dem keinen Abbruch getan.  Es war rundum ein richtig schöner und entspannter Tag mit ausgelassener Stimmung.

 

 

Als Hochzeitsfotograf in Lübeck

Steffi und Basti hatten eine wundervolle Hochzeit im letzten Sommer, mit vielen Freunden, einer schönen kirchlichen Trauung und einer wahnsinnig genialen Location direkt an der Trave. Aber von vorne: Wo viele Bräutigame „ausgelagert“ werden, damit sich das Brautpaar vorher nicht sieht, hatten Steffi und Basti ihr Haus aufgeteilt, er war im ersten Stock, während sie im Erdgeschoss von Femke Schuh gesylt wurde. Am besten waren die Situationen, wenn doch mal einer von beiden in den „Bereich“ des Anderen musste und das dann laut angekündigt wurde, damit sich der jeweils Andere so lange irgendwo verstecken konnte. Super. Es müssen eben nicht immer zwei 5***** Hotelzimmer sein. Basti ist dann etwas früher zur Kirche vorgefahren um die Gäste zu begrüßen und vorne am Altar auf Steffi zu warten, die mit einem verdammt schönen, alten Mercedes vorgefahren kam. Die Kirche war so perfekt direkt am Lübecker Stadtpark gelegen, dass alle gemeinsam nach der Trauung und der Gratulation zu Fuß an den See gehen konnten, wo es einen richtig schönen Empfang gab, unter freiem Himmel, mitten im Grünen. Von da sind wir dann auch zum Portraitshoot aufgebrochen. Einen Teil im Stadtpark und dann sind wir weiter zu den Mediadocks um da Fotos zu machen. Direkt auf der anderen Seite der Trave konnten wir schon die Gäste im Schuppen 9. Der Schuppen ist eine richtig tolle Location, super viel Charme eines alten Lagerschuppens und Steffi und Basti hatten den auch noch superschön dekoriert. Ich war hin und weg. Und die Lage, direkt an der Lage und die Möglichkeit für die Gäste direkt an der Kaimauer den Blick zu genießen. Am Abend nach dem Essen hat erst mal die Band des Vaters gespielt und Steffi und Basti haben dazu auch ihren Eröffnungstanz gemacht. Als die Band durch war, hat Mats an den Turntables übernommen und als ich gerade durch war und alles verstaut und eingepackt hatte musste ich hektisch noch mal meine Kamera rauskramen, da alle seine Scooter- und Fußballkumpels angefangen für die zwei „Wonderwall“ zu singen, wie man das aus youtube-Videos von englischen Fußballfans kennt. Ein unfassbar geiler Moment! Gänsehaut.

 

Zwei wundervolle Sommerhochzeiten in Hamburg

Einen der schönsten Tage eines Paares mit der Kamera zu begleiten, ist etwas wundervolles. Ich bekomme tiefe Einblicke in das Leben zweier Menschen. Um so schöner ist es, wenn ich gleich zwei Tage dabei bin, wie bei Lisi und Felix. Die zwei haben die standesamtliche Trauung und die Kirche nicht innerhalb weniger Tage gemacht, sondern im Abstand von wenigen Wochen, um die beiden Tage voll und ganz genießen zu können und keinen Tag im Vorbereitungsstress des Anderen untergehen zu lassen. Am Tag der standesamtlichen Trauung war strahlend blauer Himmel – ein rundum schöner Sommertag für das Ja-Wort im Standesamt Nord. Lisi, Felix, ihre Herzensmenschen und ihr Labrador waren schon vor der Tür und warteten auf ihren Termin, als ich dazu kam. Hamburger Standesämter bestechen ja optisch eher durch ihren „speziellen“ Charme, aber die Trauung war sehr schön und nach den Gratulationen wurden alle von einem Reisebus abgeholt, der eine kleine Stadrundfahrt machte. Unterbrochen wurde die Tour für  zwei Portraitsessions an der Alster und im Hafen.

 

Ein paar Wochen später war dann der große Tag für die kirchliche Hochzeit gekommen. Das Wetter war, typisch Hamburg, sehr wechselhaft – von total grau bis Sonnenbrillenwetter war alles dabei. Felix hatte sich mit seinen Kumpels im Elternhaus in seinem alten Zimmer fertig gemacht. Vis-à-vis  liegt die Wohnung von Lisi und Felix und so konnte ich immer schnell mal beim Anderen reinschauen. Lisi wurde in der Zeit von Anja Goldemann gestylt. Lisis Kleid war eins der tollsten, die ich im letzten Jahr gesehen habe. Ein Traum. Während Felix mit seinen Eltern zur St Johannis Kirche in Eppendorf vorgefahren ist, ist Lisi später mit dem schönen Golf 2 zur Kirche gebraust. Leider hat die Kirche nach 10 Jahren, in denen ich als Hochzeitsfotograf arbeite und regelmäßig dort Fotos machen durfte, mittlerweile während der Trauungen ein komplettes Fotoverbot eingeführt, so dass ich nur beim Rein- und Rausgehen ein paar schnelle Fotos machen konnte. Echt schade, wenn der wichtigste Moment des Tages nicht fotografiert werden darf. Aber die Kirche will das leider so (andere Kirchen handhaben das anders). Als alle für die Gratulation wieder aus der Kirche auszogen, war strahlender Sonnenschein, ein schöner Moment direkt nach dem Ja-Wort. Im Anschluss an den Empfang im Elterlichen Garten, bei dem es frischen Flammenkuchen für alle gab – mega lecker – haben wir uns zusammen mit zwei Freunden zu den Portraits aufgemacht. Unser erster Stopp war die Toast Bar auf Sankt Pauli, wo sich Lisi und Felix kennengelernt haben. Ich liebe es, wenn ich auf die Fotos ein kleines Stück Seele und Geschichte des Paares einbauen kann, es wird dann so viel mehr, als nur irgend ein „cooler Ort“. Passend zur späteren Location der Feier, direkt an der Elbe, haben wir den zweiten Teil der Fotos am Elbstrand gemacht, bevor es dann zu den Gästen in den Altonaer Kaispeicher ging. Es herrschte eine schöne und gelöste Stimmung, einfach einmalig mit dieser Aussicht seine Hochzeit zu feiern. Hafen, Kräne, Elbe Schiffe – das ist Hamburg. Und in dieser Umgebung kann man natürlich auch super Party machen, aber das guckt Ihr euch am besten selber auf den Fotos an.

Lisi und Felix, es war mir eine unglaubliche Freude als Hochzeitsfotograf bei eurer Hochzeit mit dabei gewesen zu sein.

 

Sommerliche Strandhochzeit in Travemünde

Die Ostsee ist für mich ein besonderer Ort. Ich habe dort einen großen Teil meiner Kindheit verbracht, jedes Wochenende mit meinen Eltern im Ferienhaus. Der Geruch in der Luft, der Sand unter den Füßen – da bekomme ich ein „zu Hause Gefühl“, wie ich es sonst nur in Hamburg habe. Kein Wunder also, dass die Hochzeit  von Friederike und Moritz schon vorher zu meinen absoluten Highlights des Jahres gezählt hat. Mit der Villa Mare in Travemünde hatten die zwei sich eine traumhaft schöne Location direkt an der Promenade mit Blick auf den Strand und die Ostsee ausgesucht. Vom direkt nebenan gelegenen Hotel hatte Friederike einen mega schönen Blick über die Lübecker Bucht mit strahlendem Sonnenschein, während sie von Femke gestylt wurde. Moritz hatte sich derweil mit seinen Kumpels in seinem Zimmer fertig gemacht und noch mal das Trauversprechen geübt. Freunde hatten währenddessen in der Villa alles für die freie Zeremonie aufgebaut. Ein besonders schöner Moment war, als Moritz, entgegen der eigentlichen Planung, nicht im Garten bei den Gästen auf Friederike warten konnte, sondern so aufgeregt war, dass er ihr auf der Promenade entgegen ging und sie dann gemeinsam zu den Gästen und der Zeremonie schritten. Oh und die Zeremonie… Die beiden hatten sich gewünscht, dass ihre besten Freunde und Trauzeugen die Zeremonie leiten sollten und das haben sie s0 unglaublich wundervoll und herzlich gemacht. Aus dem Sektempfang wurde schnell ein sommerliches Chillen, Friederike und Moritz hatten Flip Flops für alle besorgt, ein Vater ist mit seinem Sohn in die Ostsee gesprungen, es gab eine Hüpfburg (wie geil ist das denn!) und für die Gäste eine DIY Jutebeuteldruckstation. Auch wenn es noch so chillig war, haben für uns für eine Portraitsession vor, auf und in der Ostsee aufgemacht. Nicht allzu oft höre ich von einer Braut „Sollen wir irgendwie ins Wasser gehen? Sieht das cool aus?“ Äh. Ja! Super cool! Nach einem Schlenker zum Naturstrand kamen wir durch Zufall an einem alten Autohaus in Travemünde vorbei, das mich schon am Morgen angelacht hatte und so haben wir noch mal schnell angehalten, auch wenn es schon etwas knapp mit der Zeit war. Nach dem Essen am Abend konnte ich Friederike und Moritz noch mal kurz an den Strand entführen, um das surrealste Licht einzufangen, das ich seit langem gesehen habe. Und ausnahmsweise hatte ich früh Feierabend, da eine der Trauzeuginnen meine liebe Kollegin Julia gewesen war und die Reportage während der Party mit DJ Omar übernommen hatte. Ich denke so gerne an diese wundervolle Hochzeit, Friederike, Moritz und ihre Gäste zurück. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Sommer und den nächsten Ausflug an die Ostsee.

 

Kathrin - 23. März 2017 - 10:20

Lieber Till, was für grandiose Bilder (wieder mal ;-)).Von Schmunzeln bis Gänsehaut: alles dabei. ich finde, man spürt, dass Du Dich dort wohl gefühlt hast.
… und deshalb dann fliegt auch noch die Möwe in dem Sonnenuntergangsbild genau zur richtigen Zeit vorbei 😀

Liebe Grüße, Kathrin

Urbane Hochzeit von Eva und Kaddie in Hamburg

Nachdem es die Tage vorher eigentlich nur grau und regnerisch war, ging mein erster Blick am Morgen von Eva und Kaddies Hochzeit aus dem Fenster und es war wirklich alles an Regen in den Tagen zuvor runtergekommen – weit und breit strahlend blauer Himmel war zu sehen. So, wie es für zwei so tolle Menschen, wie die beiden, auch sein soll. Ich bin extra vor dem Start in der langen Reihe ein Mal um die Alster gefahren, um die tolle Stimmung des Tages einzufangen. Da beide zu ihrem Friseur Georgie wollten, mussten sie sich abwechseln. Erst war Eva an der Reihe und dann kam Kaddie mit ihrer Trauzeugin im tollsten Fußballtrikot der Welt, vom Magischen FC, die lange Reihe hinauf spaziert. Damit alles zu Fuß zu erreichen war, haben die beiden sich anschließend im Crown Plaza fertig gemacht, bevor es in die nahe gelegene St. Gertrud Kirche ging. Ganz untypisch für die großen und schönen Kirchen in Hamburg gibt es hier kein generelles Fotoverbot für Fotografen. Noch etwas war ganz besonders schön, die Kirche hat in der Mitte des Hauptganges einen Seitengang und so konnten sowohl Eva als auch Kaddie mit ihren Vätern, von zwei Seiten den Gang entlang gehen, sich in der Mitte treffen und die zweite Hälfte gemeinsam durch die Reihen der Gäste schreiten. Und obwohl ich mit Kirchen nicht viel am Hut habe, die Trauung war wirklich wunderschön. Sowohl die Ruder- als auch die Handballfreundinnen und -freunde haben nach der Trauung vor der Kirche Spalier gestanden. Der Höhepunkt des Empfangs war, als alle Gäste den beiden ein Ständchen gesungen haben. Das hat nicht nur die Zwei zu Tränen gerührt. Für die Portraitfotos sind wir dann erst an die Alster und anschließend in ein nahe gelegenes Parkhaus gefahren, wo wir bei tollstem Licht Fotos machen konnten, bevor es weiter in die Zinnschmelze ging, ein Stadtteilzentrum in Barmbek, das zuvor zu einer schönen Hochzeitslocation ausgebaut worden ist. Es war ein superschönes Fest, das wirklich außergewöhnlich war, spätestens als Evas Überraschung für Kaddie losging, ein Alphornduo auf einer Hochzeit mitten in Hamburg! Und wie cool ist es über dem Brautpaar ein Schild hängen zu haben, auf dem steht „rummachen“. Großartig! Ich bin dann auch noch bis spät in der Nacht auf der Party geblieben, um mit Eva, Kaddie und ihren Freunden mitzufeiern. Ein großartiger Tag. Ich denke, ihr versteht, warum ich mich schon lange freue, euch die Fotos dieses tollen Tages zeigen zu können. Love wins.

 

 

Ich erkläre euch auch kurz, warum ich oben nichts von gleichgeschlechtlicher Hochzeit, Same-sex marriage, gay wedding oder von LGBTQ-Hochzeit schreibe: Eine Hochzeit ist eine Hochzeit – ein Liebesbekenntnis. Es gibt für mich keinen Unterschied, welches Geschlecht zwei Liebende haben, die ich fotografiere oder ob sie sich überhaupt in einem Geschlecht wiederfinden. Ich wünsche mir eine Welt, in der das alle so sehen, dass es kein Label braucht, um Liebe zu beschreiben, in der Liebe zwischen zwei Menschen, egal welchen Geschlechts, das Normalste der Welt ist.