Masthead header

Zurück im Haus Schnede…

….bei der Hochzeit von Franzi und Joerg zu sein, hat mich in Erinnerungen schwelgen lassen. Hier haben meine Frau Ana und ich 2010 unsere große Hochzeit mit freier Trauung, Familie und  allen Freunden gefeiert. Wie aus einem grimmschen Märchen, liegt das Haus Schnede friedlich,  versteckt im Wald mit lauter Wiesen, Wasser und Heide drumherum. Man fühlt sich unerklärlich angezogen von diesem Ort. Als ich ankam haben sich Franzi und Joerg gerade fertig gemacht und draußen wurde alles für die freie Hochzeitszeremonie vorbereitet. Franzi hat sich in die erfahrenen Hände der Visagistin Anja Goldemann begeben und ihr Braut-Outfit angelegt. Begleitet wurde das Paar an diesem Tag von der Hochzeitsplanerin Melanie Schmitz , die sie schon bei der Planung unterstützt hatte. Es war ein großer Moment als Franzi und Joerg gemeinsam die lange Treppe vom Haus runter zum Trauort am Wasser  kamen,  wo alle Gäste und die Traurednerin Iris Hauptmann aus dem Team vom Imke Klie bereits auf das Paar freudig warteten. Es war eine tolle Trauung und ich musste mich in einem Punkt eines Besseren belehren lassen. Ich hatte in den letzten Jahren einige Trauredner für freie und weltliche Trauungen miterlebt und war mir sicher, dass es keinen Trauredner oder Traurednerin gibt, der oder die auch nur ansatzweise so klasse ist wie Imke Klie, der wir unsere Trauung anvertraut hatten. Bei der Hochzeit von Franzi und Joerg musste ich aber mit Freude feststellen, dass Iris ihr in nicht nachsteht. Ich freue mich jetzt schon auf eine Hochzeit in diesem Jahr, bei der ich Julia, die Dritte im Bunde, kennen lerne. Nach der Trauung wurde gratuliert und umarmt, mit einem Sekt angestoßen und die Hochzeitstorte gegessen. Entgegen meiner festen Überzeugung, dass eine Torte entweder gut schmeckt oder fantastisch aussieht, sah diese Torte grandios aus und war auch noch unglaublich lecker. Ein großes Lob an die Conditorei Christiansen in Hamburg! Die Portraits sind auf Wunsch des Paares bei einem kurzen Shooting enstanden, da noch ein After-Wedding-Shoot folgen wird. Abends, nach dem Feuerwerk, haben sich die Gäste  auf der Tanzfläche und  auch beim Photobooth ausgetobt. Es war eine krachende Party und als ich mich dann nach Mitternacht ins Auto setzte und zurück nach Hamburg fuhr, hatte ich ein großes Lächeln im Gesicht.

 

 

no comments

Undercover als Trauzeuge

Es gibt Hochzeiten, die sind “besonderer” als andere und ich bin sehr glücklich, dass ich am 15.09.2011 bei einer solchen Hochzeit dabei sein konnte. Justus und Annika sind zwei meiner besten und liebsten Freunde und die Tatsache, dass sie eine Woche vorher noch nicht wussten, dass sie heiraten würden, Familie und Freunde nicht eingeweiht waren und ein Tag nach der Trauung der Stichtag ihres zweiten Sohnes war, machte den Tag noch etwas “besonderer” und aufregender! Innerhalb von drei Tagen haben die beiden geplant, sich angemeldet und ihre Outfits gekauft ……und die Braut dabei hochschwanger! Meine Frau Ana und ich waren an diesem Tag offizielle Trauzeugen, Fotografen, Kindaufpasser, Chaufeure, Brautstraußhalter, denn mal abgesehen von der Hebamme, wusste ja niemand Bescheid.  Justus und Annika entschlossen sich im Heinrich Heine Haus  in Lüneburg zu heiraten,  einem Gebäude aus dem Jahr 1565, das später im 19. Jahrhundert das Elternhaus des Dichters Heinrich Heine war. Das Trauzimmer ist atmosphärisch unvergleichlich, lichtdurchflutet und mit wunderschöner Wand- und Deckenmalerei. Es ist wirklich das schönste, das ich bisher gesehen habe. Auch die Standesbeamtinnen, die ich dort bisher erlebt habe, waren ausnahmslos klasse. Die Standesbeamtin der beiden war ziemlich humorvoll und erlaubte dem kleinen Thilo mit auf der Urkunde zur Eheschließung zu unterschreiben!  Nach der Trauung wurde mit Kindersekt angestoßen und dann aufgemacht freche Hochzeitsportraits zu schießen.  Erschöpft und glücklich sind wir dann am frühen Abend zurück nach Hamburg gefahren und haben vorzüglich  im Atlas Restaurant in Bahrenfeld gespeist. Am Abend haben sie dann doch noch die  Eltern angerufen, um ihnen die freudige Nachricht zu überbringen. Jede Hochzeit ist etwas Besonderes, auch für einen Hochzeitsfotografen, der es seit sechs Jahren macht, ehrlich, aber ich bin froh, dass es Hochzeiten gibt, die noch besonderer sind und der Gedanke an diese Hochzeit löst bei mir pure Freude aus. Man, ich freue mich jetzt schon auf die große kirchliche Hochzeit, das wird ein großartiges Fest! Danke, dass ich diesen Moment mit euch teilen durfte.

show hide 1 comment

Lena - 6. Mai 2012 - 12:37

Ein toller Bericht und die Bilder passen einfach super dazu. Das sieht auch nach ganz viel Spass aus.

Jonas Peterson Hochzeitsfotografie Workshop in Süd Afrika

Ich habe eine Liste von Fotografen im Kopf, bei denen ich ziemlich gerne mal einen Workshop machen würde. Jonas Peterson stand da ganz weit oben drauf. Vor fast genau einem Monat dann, habe ich auf der Facebookseite von Claire Morgan gesehen, das er  in “CT” einen Workshop gibt. Mein erster Gedanke: Da mach ich mit- komme was wolle! Aber wo zum Henker ist “CT” eigentlich? Eine kurze Suche später wusste ich, dass es nicht gerade um die Ecke ist. Die Reise würde sogar sehr weit werden. Ein zweitägiger Hochzeitsfotografie- Workshop mit Jonas Peterson in Süda Afrika, in Cape Town! Das ist eine einmalige Chance…Nach außergewöhnlich kurzem Zögern – ich hab eigentlich nie wirklich an ein Nein gedacht – habe ich mich  angemeldet und einen Flug gebucht. Ich mache also einen Workshop bei einem der Top 10 Hochzeitsfotografen der Welt! Yes! Ich liebe seine Bildsprache.

Montag, 20.02.2012, 16:20 Uhr – Das erste mal in Afrika. Ab ins Appartment mit grandiosem Blick auf den Table Mountain. Die nächsten vier Tage werden sicher aufregend.

Der Workshop fand im Grand Daddy Hotel statt, einem Hotel mit Wohnwagen auf dem Dach und ziemlich viel Kult-Charakter. Und es stimmte alles: Ort, Zeit, Raum und Atmosphäre. Jonas ist  einer der spannendsten Fotografen, die ich je kennengelernt habe. Ganze 90 Minuten hat er über seinen Leben vor der Fotografie erzählt und wir klebten an seinen Lippen. Seine Sicht auf Fotografie im Allgemeinen und seine Herangehensweise an die Hochzeitsfotografie im Besonderenden sind höchst inspirierend.  Ich bin übrigens nicht der einzige “Verrückte” der um die halbe Welt gereist ist, um am Workshop teilzunehmen. Mit mir waren Kenji, der extra für den Workshop aus Japan angereist ist, Claire aus Österreich,  Paul und Kostas aus Griechenland und ein bunter Mix von Hochzeitsfotografen aus allen Ecken Süd Afrikas dabei. Es war eine sehr lebendige und bunte Truppe. Wir  bekamen ziemlich viel Input und  brauchten die Pausen dringend um alles zu verdauen. Das Paar für das Fotoshooting kam und wir legten los auf dem Dach des Grand Daddy Hotels und fingen anschließend auf der Longstreet schönes Licht und gute Motive ein. Das von allen gehasste und trotzdem immer wieder praktizierte “Rudelschießen” der Workshopteilnehmer blieb zum Glück wirklich mal aus. Den Abend ließen wir mit ein paar Bieren in einer Bar mit Lifemusik ausklingen.

An Tag zwei des Workshops dreht sich alles ums Technische: von Ausrüstung über Workflow und Bildbearbeitung bis Visaproblematik bei den “Destination Weddings”. Am Ende des zweiten Tages rauchte nicht nur mir der Kopf vor lauter Infos, Inspiration und Horizonterweiterung. Ich bin jetzt noch dabei  das alles zu resümieren. Abends am Ende des zweiten Tages lud uns Jonas dann zur Dinner Party ins “Mexican Kitchen” nahe der Longstreet ein. Es gab einen Berg Tappas, Nachos, Chilli Tequila, Frozen Strawberry Margarita bis zum Abwinken und eine fantastische Stimmung. Ein Abend mit tollen Menschen und spannenden Geschichten über Hochzeitsfotografie auf der ganzen Welt.

Am nächsten Morgen, meinem Sightseeing Tag, komme ich viel zu spät aus dem Bett, es waren bestimmt die Erdbeeren in der Margarita….na ja. Aber ich komme noch rechtzeitig zur Fähre nach Robben Island.  Der Besuch der Insel ist ein Erlebnis, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Es will bis heute nicht in meinen Kopf, dass ich in eine Welt hineingeboren wurde, in der Nelson Mandela noch im Gefängnis gesessen hat. Krass. Ich verlasse diesen geschichtsträchtigen Ort, um dem Table Mountain meine Aufwartung zu machen. Pünktlich zum Sonnenuntergang bin ich oben und erlebe ein wahrlich sagenhaftes Schauspiel. Es ist definitiv einer der schönsten Sonnenuntergänge, die ich je gesehen habe, ein magischer Moment. Beim nächsten Mal, wenn ich nach Süd Afrika komme, und das tue ich garantiert, kommt Ana mit,  um das alles mit ihr gemeinsam zu erleben.

Bevor ich am nächsten Tag wieder ins Flugzeug steige, besuche ich  den Township Langa mit einer geführten Tour. Ich erfahre etwas mehr über das Leben der Menschen, ihre Lebensbedingungen, ihre Sorgen und Nöte und über die Lage und die Probleme Süd Afrikas. Eine wichtige Erfahrung und jedem zu empfehlen, da viele Menschen damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Nach einer unglaublich schönen, erlebnis- und erkenntnisreichen Woche wieder zurück nach Hamburg. Ich kann es kaum erwarten, dass die Hochzeitssaison endlich losgeht.Von der Inspiration, die ich  beim Workshop aufgesogen habe, kann ich noch lange zehren.

Danke an Jonas, dass er all sein Wissen und seine Sichtweisen der Fotografie mit uns geteilt hat, danke an Mark, für die unglaublich tolle Organisation des Workshops, danke an all die Menschen, die ich in Cape Town und beim Workshop kennengelernt habe. Ich werde nicht zum letzten mal in Cape Town gewesen sein. Beim nächsten Mal bringe ich aber mehr Zeit mit, so viel steht fest. Wer von den lesenden Hochzeitsfotografen jetzt noch Fragen zur Arbeitsweise von Jonas Peterson hat, dem sei ein Blick auf seine Formspring-Seite empfohlen, wo er bereits fast 3500 Fragen rund um seine Arbeit als Hochzeitsfotograf beantwortet hat.

show hide 7 comments

DasMaddin - 2. März 2012 - 15:03

Ohne Scheiß: Eine wahnsinnig geile Serie! Ok, ne Rasur hätte drin sein können und ich bin kein Fan Deiner Mütze, but who cares? :)
Die Fotos sind allesamt der Hammer!

M.

Till - 2. März 2012 - 16:42

Ok, wenn du das sagst, dann rasiere ich mich heute Abend und schmeiße die Mütze weg. Not. ;-)

Mark Kalkwarf - 2. März 2012 - 22:06

Till, have no idea what you wrote but the photo’s are brilliant. Thanks for sharing. Chat soon.
Mark.

Till - 2. März 2012 - 22:17

I wrote about my gorgeous trip tho your awesome city, about a great workshop, which was the best organized one i’ve ever visited – thanks for that to you! I wrote about my experience visiting Robben Island, and one of the most beautiful sunsets on earth and my visit at Longa township =) I’m happy you like the photos!
I have some more shots from our party, so I will send them to everyone via dropbox. Cheers Till

johannes - 3. März 2012 - 21:15

GEIL ALTER!

Lesezeichen 09-12 - 4. März 2012 - 10:22

[...] Gläser schreibt über seine Erlebnisse beim Hochzeitsworkshop von Jonas Peterson in Südafrika und zeigt wunderschöne Fotos. Mein Neid ist ihm [...]

kostis - 13. April 2012 - 23:40

Hi Till,great photos and great review.I enjoyed also everything in South Africa.
Very kind sharing all this.Keep in touch

Tag am Meer

“Du fühlst Dich frei – wenn die Zukunft zur Gegenwart wird hast Du es getan” (Fanta4 – Tag am Meer)

Diese Hochzeit war nicht wie jede andere. Aber von vorne: Anfang September habe ich wieder eine Hochzeit für Sven von Wedding Picture Hamburg fotografiert, dieses Mal in Hohwacht. Daniel und Mirjam haben mit all ihren Freunden einen wundervollen Tag am Meer verbracht. Das Genueser Schiff war die Location ihrer Feier. Getroffen haben sich alle schon vormittags um den Tag gemeinsam zu begehen. Selten habe ich eine Hochzeit begleiten dürfen, die so entspannt begonnen hat. Selbst die Ostsee war an diesem Tag so friedlich und sanft, wie sie es nur sein kann. Einige der Kinder haben noch gebadet und ich hatte Zeit mit Mirjam und Daniel noch ein paar stimmungsvolle Portraits am Strand zu machen. Anschließend sind Mirjam und ich hoch ins Brautzimmer gegangen, wo Femke, die Visagistin mit dem Braut-Styling loslegte. Die weltliche Trauung fand dann direkt am Wasser statt und wurde von einer Freundin des Brautpaares geleitet, einer professionellen Traurednerin. Ein wunderschönes Bild, wie alle Gäste auf weißen Stühlen mit weißen Luftballons am Wasser vor dieser sanftblauen Kulisse sitzen, das Brautpaar in einem alten, geschmückten Kahn. Die prächtige Blumendeko war von Blumen Graaf, ebenso, wie der Brautstrauß. Nach der Trauung und der Gratulation der Gäste, sind wir dann noch mal für Portraits losgezogen, dieses mal dann im Hochzeitsoutfit. Ausnahmsweise endete dieser Tag dann für mich nicht erst um Mitternacht. Vollgepackt mit wunderschönen Eindrücken, Speicherkarten voller Fotos und zwei Flaschen Premium Cola machte ich mich auf den Weg zurück nach Hamburg.

no comments

Heiraten auf der Insel

Mitte August bin ich für ein ganzes Wochenende zu einer Hochzeit auf Föhr gefahren. Jennie und Fiete hatten mich über die Hochzeitsplanerin Melanie Schmitz kennengelernt und ich habe nicht nur die Hochzeit am Samstag, sondern auch das get together am Freitagabend fotografisch begleitet. Der Freitag startete erst einmal mit einem mittelschweren Problem, denn durch die Regenmassen in den Tagen vor der Hochzeit war der Platz in den Dünen, wo das Zelt für das get together aufgebaut werden sollte, unter Wasser. Nach kurzer Rücksprache mit Jennie und Fiete hat Melanie schnell einen Zeltboden organisiert und die Party konnte doch noch ohne Verspätung starten. Bei leckerem BBQ, feinen Drinks und einem super Gag in Form eines Alkoholtesters, den ein Gast mitgebracht hatte, ging die Party noch bis spät in die Nacht.
Am nächsten Morgen, während sich einige Gäste kitend und surfend im Meer tummelten, wurden Jennie und ihre Freundinnen in der Villa Witt von der Visagistin gestylt. Fiete und seine Freunde hatten die Nacht im vielleicht coolsten Schullandheim Deutschlands verbracht, in der heimeigenen “Kontiki-Bar” noch weiter gefeiert und sich in ihrem Zimmer am Samstagmorgen  angezogen. Ein vortreffliches Bild, wenn sich vier elegante Herren mit Cut und Anzug in einem Schullandheimzimmer mit Etagenbetten  fertig machen. Geheiratet wurde dann in der fast 800 Jahre alten St. Johannis Kirche in Nieblum, unweit der Villa Witt, aber die Fahrt mit dem Spitfire wollte sich Jennie natürlich nicht entgehen lassen. Nach Föhrer Tradition haben die Gäste die Braut und ihren Vater mit einem Spalier begrüßt und sind dann dem Brautpaar  in die Kirche gefolgt. Im Anschluss an die Trauung gab es einen kleinen Sektempfang im Garten der Villa Witt und wir starteten um die Portraits zu machen. Erst vor der Kirche, in den Dünen und dann am Strand inklusive Eis am Stiel bei herrlichem Sonnenschein. Die Feier am Abend war eine der krachendsten, die ich in den letzten sechs Jahren als Hochzeitsfotograf erlebt habe und das,  obwohl das Tanzen erst um 01:00 Uhr begonnen hatte. Beim Photobooth wurden so viele Fotos gemacht wie nur selten zuvor und als ich meine Sachen um vier Uhr morgens, nach drei Stunden Verlängerung, zusammengepackt hatte, waren die Gäste noch vollzählig. Wow, Respekt! Am Sonntag konnte ich dann noch etwas die Sonne und das Meer genießen und dann ging es auch für mich wieder zurück nach Hamburg.

 

show hide 1 comment

Steffi - 25. Januar 2012 - 14:22

Eine wirklich tolle Serie mit wunderschönen Bildern mit viel Emotionen. auch die Bearbeitung finde ich richtig klasse :-)